Naschen mit gutem Gewissen

Plagt Sie schon beim Anblick einer Tafel Schokolade das schlechte Gewissen? Sollte es nicht! Fair gehandelte Sorten liegen im Trend und sind besonders gesund. Im letzten Jahr ist die Nachfrage nach Fair-Trade-Schokolade um 22 Prozent gestiegen. Grund dafür waren die immer wieder auftauchenden Berichte über Kinderarbeit in den Kakaoplantagen westafrikanischer Länder. Dabei lässt sich die hochwertige Schokolade nicht mehr nur im Delikatessen Shop finden. Selbst die bedeutenden Schokoladeproduzenten und große Discounter, wie Lidl oder Norma denken zunehmend um und haben ihr Angebot längst um fair gehandelte Sorten erweitert. Fair Trade ist nicht gleich BIO! Trotzdem tragen zwei Drittel dieser Produkte das Bio-Siegel der EU. Bei diesen stammen mindestens 95 Prozent aller Zutaten aus pestizidfreiem und ökologischem Anbau.

Wer clever wählt, kann auch bei Schokolade Kalorien sparen! Es verhält sich nämlich folgendermaßen: Je höher der Kakaoanteil, umso weniger Zucker ist enthalten. Das treibt nach dem Verzehr Ihren Blutzuckerspiegel nicht so sehr in die Höhe und der Appetit auf Süßes ist auch mit ein paar Stückchen gestillt. Trotzdem spüren Sie die stimmungsaufhellende Wirkung und sind happy. Bei der Schokolade bestimmen die verwendeten Kakaobohnen über das Aroma. Billige Konsumschokolade wird eher aus üppig wachsenden, jedoch bitter schmeckenden Bohnen hergestellt. Dieser Nachteil wird dann durch das Hinzugeben großer Mengen Zucker kaschiert. Wer als Feinschmecker zu hochwertiger und damit auch etwas kostspieligerer Schokolade greift, schmeckt das Aroma der seltener vorkommenden und sorgfältig verarbeiteten Edelkakaobohnen. Achten Sie auf die Zutatenliste. Neben Kakaobutter sollten keine weiteren Fette und ausschließlich echter Vanille aufgeführt sein. Synthetisches Vanillin oder Geschmacksstoffe haben in einer Edelschokolade nichts verloren.

Sie haben sich schon oft vorgenommen, nur ein kleines Stück zu essen und dann doch die ganze Tafel verputzt? Schuld daran ist nicht Ihr schwacher Wille, sondern das enthaltene Phenylethylamin. Es beschert dem Genießer sofort Glücksgefühle. Wissenschaftler der Cambridge-Universität fanden heraus, dass regelmäßiger Schokoladenverzehr das Risiko von Herzerkrankungen um etwa ein Drittel verringert. In Schokolade stecken nämlich entzündungshemmende Polyphenole, die Blutdruck senkend wirken. Natürlich geht es hier um den Verzehr in Maßen und nicht in Massen und am besten sind Edelbitterschokoladen, die viel wertvollen Kakao und nur wenig Zucker enthalten.

Ihr Kalender ist mal wieder übervoll, Sie hetzen von Termin zu Termin und fühlen sich gestresst? Jetzt ist Schokolade ausdrücklich erlaubt! Sie enthält neben den erwähnten „Glücklich-Machern“ auch Kalium und Magnesium. Unter großer Belastung benötigt Ihr Körper von diesen Mineralstoffen besonders viel und ein Stück köstlicher Schokolade wirkt harmonisierend und ausgleichend. Forscher an der Universität in Bristol fanden heraus, dass in geringen Mengen enthaltenes Koffein die Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessern hilft.

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