Akuter Durchfall wird häufig durch Infektionen oder unverträgliche Lebensmittel ausgelöst und klingt bei Erwachsenen oft nach wenigen Tagen ab. Die wichtigste Maßnahme ist, verlorene Flüssigkeit und Salze zu ersetzen. Ein pauschales Hausmittel kann das nicht immer leisten.
Trinken und Elektrolyte ersetzen
Wasser und ungesüßter Tee sind geeignet, bei stärkerem Flüssigkeitsverlust sind fertige Elektrolytlösungen aus der Apotheke zuverlässiger zusammengesetzt. Besonders Säuglinge, kleine Kinder, ältere und geschwächte Menschen können schneller austrocknen.
Was man essen kann
Eine strenge Nulldiät ist meistens unnötig. Sobald Appetit besteht, sind kleine Portionen gut verträglicher Lebensmittel sinnvoll, etwa Reis, Kartoffeln, Banane, Zwieback oder eine milde Suppe. Sehr fettreiche Speisen, viel Alkohol und große Mengen stark gezuckerter Getränke können Beschwerden verstärken.
Hygiene schützt andere
- Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen,
- eigene Handtücher verwenden,
- Toilette und häufig berührte Flächen sauber halten,
- für andere möglichst kein Essen zubereiten, solange Beschwerden bestehen.
Medikamente nicht unkritisch verwenden
Mittel, die die Darmbewegung hemmen, sind nicht für jede Ursache und nicht für jedes Alter geeignet. Bei Fieber, Blut im Stuhl oder Verdacht auf eine bakterielle Infektion können sie problematisch sein. Antibiotika helfen nur in bestimmten Situationen und gehören in ärztliche Hände.
Durchfall: Warnzeichen für ärztliche Abklärung
Medizinischer Rat ist wichtig bei Blut oder schwarzem Stuhl, hohem Fieber, starken Bauchschmerzen, Kreislaufproblemen, sehr wenig Urin, ausgeprägter Schwäche oder anhaltendem Erbrechen. Auch Durchfall nach einer Auslandsreise, nach Antibiotika oder über mehrere Tage sollte abgeklärt werden.
Bei begleitendem Oberbauchschmerz helfen die Hinweise zu Magenschmerzen und Warnzeichen. Dieser Text ersetzt keine medizinische Beratung.
Weitere sachlich geprüfte Informationen bietet Gesundheitsinformation.de zum Thema Durchfall.
