Kopfschmerzen erkennen bedeutet, Schmerzart, Verlauf und Begleitsymptome zu beachten. Kopfschmerzen können sehr unterschiedlich sein. Häufig handelt es sich um Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Manchmal sind sie Begleiterscheinung einer Infektion, von Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel oder Medikamentengebrauch. Entscheidend sind Verlauf, Begleitsymptome und persönliche Vorgeschichte.
Kopfschmerzen erkennen: Spannungskopfschmerz
Typisch ist ein eher drückender oder ziehender Schmerz, oft auf beiden Kopfseiten. Bewegung verstärkt ihn meist nicht wesentlich. Verspannungen, Stress und lange Bildschirmzeiten können eine Rolle spielen, sind aber nicht bei jedem Betroffenen die alleinige Ursache.
Migräne erkennen
Migräne verursacht häufig mittelstarke bis starke, teils einseitige und pulsierende Schmerzen. Bewegung kann die Beschwerden verstärken. Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind möglich. Manche Menschen erleben vor der Attacke eine Aura mit Seh- oder Gefühlsstörungen.
Was zunächst helfen kann
Ruhe, regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und Schlaf können unterstützen. Bei Migräne empfinden viele einen abgedunkelten, ruhigen Raum als angenehm. Schmerzmittel sollten nur nach Packungsbeilage beziehungsweise ärztlicher Empfehlung und nicht zu häufig eingenommen werden, da häufiger Gebrauch selbst Kopfschmerzen auslösen kann.
Warnzeichen ernst nehmen
Sofortige medizinische Abklärung ist nötig bei plötzlich einsetzendem, extrem starkem Kopfschmerz, nach einer Kopfverletzung oder zusammen mit Lähmung, Sprachstörung, Bewusstseinsstörung, hohem Fieber, Nackensteife oder neuen Sehstörungen. Auch erstmals auftretende oder deutlich veränderte Beschwerden sollten ärztlich beurteilt werden.
Wiederkehrende Beschwerden untersuchen lassen
Ein Kopfschmerztagebuch hilft, Häufigkeit, Dauer, mögliche Auslöser und Medikamenteneinnahme festzuhalten. Neutrale Informationen zu Formen und Behandlung bietet Gesundheitsinformation.de. Praktische Hinweise finden Sie im Beitrag Kopfschmerztagebuch führen.
