Servicewüste Deutschland?

Immer wieder fällt der Begriff „Servicewüste Deutschland“. Manche Menschen fühlen sich im Geschäft oder im Restaurant nicht gut behandelt. Doch Freundlichkeit ist keine Einbahnstraße. Sie beginnt auf beiden Seiten.

Was guter Service im Alltag bedeutet

Viele Beschäftigte im Handel und in der Gastronomie gehen gern zur Arbeit. Sie möchten beraten, helfen und Probleme lösen. Dabei begegnen sie täglich sehr unterschiedlichen Menschen.

Natürlich darf ein Kunde einen guten Service erwarten. Dazu gehören eine verständliche Auskunft, Aufmerksamkeit und ein respektvoller Umgang. Ebenso dürfen Beschäftigte freundlich behandelt werden.

Ein freundlicher Gruß verändert viel

Dabei kostet ein „Guten Morgen“, „Hallo“ oder „Bitte“ kostet nichts. Trotzdem macht es einen großen Unterschied. Wer sein Anliegen ruhig vorträgt, schafft eine bessere Grundlage für das Gespräch.

Im stressigen Alltag vergessen wir solche Kleinigkeiten manchmal. Das passiert Kunden ebenso wie Beschäftigten. Ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit kann die Situation jedoch sofort entspannen.

Auch Auszubildende brauchen Zeit

Außerdem sichtbar wird das an der Kasse. Wird dort ein Auszubildender eingearbeitet, dauert ein Vorgang vielleicht etwas länger. Ungeduld und abwertende Bemerkungen verunsichern zusätzlich.

Jeder erfahrene Mitarbeiter hat einmal angefangen. Lernen kann nur, wer Aufgaben selbst ausführt und dabei Unterstützung bekommt. Ein wenig Geduld hilft deshalb nicht nur dem Auszubildenden. Sie verbessert langfristig auch den Service.

Respekt wirkt in beide Richtungen

Grundsätzlich ist unfreundliches Verhalten ist nicht in Ordnung. Das gilt unabhängig davon, ob es vom Personal oder vom Kunden ausgeht. Gleichzeitig sollten wir bedenken, dass hinter jedem Tresen ein Mensch steht. Auch dieser Mensch kann einen anstrengenden Tag haben.

Wer respektvoll angesprochen wird, reagiert meistens offener und hilfsbereiter. Falls dennoch etwas schiefläuft, lässt sich Kritik sachlich formulieren. Eine konkrete Beschreibung hilft mehr als ein pauschaler Vorwurf.

So gelingt ein besseres Miteinander

  • Begrüße dein Gegenüber freundlich.
  • Erkläre dein Anliegen ruhig und möglichst konkret.
  • Gib neuen Mitarbeitern Zeit zum Lernen.
  • Bleib bei Kritik sachlich.
  • Bedank dich, wenn dir geholfen wurde.

Vielleicht wäre Deutschland weniger „Servicewüste“, wenn wir einander häufiger mit Wertschätzung begegnen würden. Mein Grundsatz bleibt: Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Gerade in hektischen Zeiten kann ein freundliches Wort viel bewirken.

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Mehr dazu liest du im Beitrag Wertschätzung im Alltag: Menschenwürde praktisch leben.

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