Ingwer bringt eine zitronige Schärfe in Suppen, Currys, Tee und Gebäck. Verwendet wird das unterirdische Rhizom der Pflanze, umgangssprachlich oft Ingwerwurzel genannt. Es enthält ätherische Öle sowie Scharfstoffe wie Gingerole.
Was Ingwer leisten kann
Ingwer ist vor allem ein vielseitiges Gewürz. Bestimmte Zubereitungen werden traditionell bei leichter Übelkeit, Reisekrankheit und milden Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Die Wirkung hängt aber von Produkt, Dosis und Ursache der Beschwerden ab. Ingwer ersetzt weder eine Diagnose noch eine notwendige Behandlung.
Ingwertee einfach zubereiten
Für einen milden Tee einige dünne Scheiben frischen Ingwer mit heißem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Mit einer kleinen Menge beginnen, denn die Schärfe kann empfindliche Schleimhäute oder einen gereizten Magen belasten. Honig erst in den trinkwarmen Tee geben und bei Kindern unter einem Jahr vollständig vermeiden.
Frisch einkaufen und lagern
- Die Knolle sollte fest sein und eine glatte, nicht schimmelige Oberfläche haben.
- Im Kühlschrank hält sie sich gut verpackt häufig mehrere Wochen.
- Vor der Verwendung gründlich waschen; junge dünne Schale kann sparsam mitverwendet werden.
- Ingwer lässt sich portionsweise einfrieren und gefroren reiben.
Vorsicht bei Beschwerden und Medikamenten
Größere Mengen können Sodbrennen, Magenreizungen oder Durchfall auslösen. Wer Blutgerinnungshemmer einnimmt, an Gallensteinen leidet, schwanger ist oder Ingwer hoch dosiert als Präparat verwenden möchte, sollte vorher ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen. Nahrungsergänzungsmittel und konzentrierte Shots sind nicht automatisch besser als das Gewürz in normaler Küchenmenge.
Bei einer Erkältung kann ein warmes Getränk wohltuend sein; weitere sichere Hinweise stehen unter Hausmittel bei Erkältung. Heilversprechen wie „entgiftet“, „verbrennt Fett“ oder „heilt Infekte“ sind nicht belegt.
