Weltraumtourismus: Suborbitale Flüge, ISS-Reisen und Sicherheitsfragen

Weltraumreisen sind nicht mehr ausschließlich staatlich ausgebildeten Astronautinnen und Astronauten vorbehalten. Private Unternehmen bieten suborbitale Flüge an, während einzelne privat finanzierte Missionen die Internationale Raumstation erreichen. Alltagstauglich oder risikofrei ist Weltraumtourismus dadurch nicht.

Suborbital und orbital unterscheiden

Ein suborbitales Flugprofil erreicht große Höhe und ermöglicht für kurze Zeit Schwerelosigkeit, umrundet die Erde aber nicht. Ein orbitaler Flug beschleunigt das Raumfahrzeug so stark, dass es sich in einer Umlaufbahn bewegt. Missionen zur ISS sind technisch, zeitlich und finanziell wesentlich aufwendiger.

Private Missionen zur Raumstation

Private Astronautenmissionen zur ISS werden mit professionellen Raumfahrtunternehmen und staatlichen Partnern vorbereitet. Teilnehmende durchlaufen Training, medizinische Untersuchungen und Missionsvorbereitung. Sie reisen nicht spontan wie bei einem gewöhnlichen Urlaubsflug.

Belastungen und Risiken

  • starke Beschleunigung beim Start und Wiedereintritt
  • mögliche Reisekrankheit und Desorientierung
  • technische Risiken bei Start, Flug und Landung
  • begrenzte medizinische Versorgung während der Mission
  • Strahlenbelastung bei längeren Aufenthalten

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Flugprofil. Eine gründliche medizinische Bewertung und das Training des Anbieters sind unverzichtbar.

Kosten und Angebote kritisch prüfen

Preise, Termine und Leistungsumfang verändern sich und werden teilweise nicht öffentlich genannt. Sehr günstige Versprechen für echte Weltraumflüge sind mit Vorsicht zu behandeln. Vor Zahlungen müssen Vertragspartner, Rücktrittsbedingungen, Versicherung, medizinische Voraussetzungen und die genaue Definition des Fluges geklärt werden.

Weltraumtourismus bleibt eine Ausnahme

Hohe Kosten, begrenzte Plätze und technische Risiken machen private Raumflüge weiterhin zu einem außergewöhnlichen Angebot. Aktuelle Informationen zu Missionen mit privaten Teilnehmenden veröffentlicht die NASA. Sicherheitsgrundlagen beschreibt die US-Luftfahrtbehörde FAA.

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