Alkoholvergiftung erkennen kann im Notfall lebensrettend sein. Große Mengen Alkohol in kurzer Zeit zu trinken ist kein harmloser Wettbewerb. Eine akute Alkoholvergiftung kann Bewusstsein, Atmung, Kreislauf und Körpertemperatur gefährlich beeinträchtigen. Wie stark jemand reagiert, lässt sich nicht zuverlässig an einer festen Getränkemenge vorhersagen.
Alkoholvergiftung erkennen: Warnzeichen
- Person ist kaum ansprechbar oder bewusstlos,
- unregelmäßige, sehr langsame oder aussetzende Atmung,
- wiederholtes Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein,
- Krampfanfälle, bläuliche Lippen oder sehr blasse kalte Haut,
- Sturz, Kopfverletzung oder starke Verwirrtheit.
Bei diesen Anzeichen sofort professionelle Notfallhilfe anfordern. Eine bewusstlose Person darf nicht allein gelassen werden.
Was Ersthelfende tun können
Atmung prüfen, die Person vor Auskühlung schützen und bei vorhandener Atmung in eine sichere Seitenlage bringen. Bleibt die Atmung aus, mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Erbrechen darf nicht ausgelöst werden. Kaffee, kalte Dusche, Spaziergang oder Schlaf bauen Alkohol nicht schneller ab.
Warum „Ausschlafen lassen“ gefährlich ist
Der Alkoholspiegel kann nach dem letzten Getränk noch weiter ansteigen. Bewusstlose können an Erbrochenem ersticken, auskühlen oder einen Atemstillstand entwickeln. Auch eine Kopfverletzung oder andere Vergiftung kann wie starker Alkoholkonsum wirken.
Vorbeugen und früh reagieren
Am sichersten ist, keinen Alkohol zu trinken. Wer konsumiert, sollte große Mengen in kurzer Zeit vermeiden, alkoholfreie Getränke einplanen und Medikamente oder andere Drogen nicht mit Alkohol kombinieren. Eine Alkoholvergiftung ist immer ein Anlass, das Trinkverhalten ernsthaft zu überdenken und Beratung anzunehmen.
Zu möglichen Wechselwirkungen passt der Beitrag Medikamente und Lebensmittel. Dieser Text ersetzt keinen Erste-Hilfe-Kurs.
