Erkältungsbad: Wann es wohltut und wann Sie verzichten sollten

Ein Erkältungsbad kann bei leichten Beschwerden wohltuend sein. Ein warmes Bad kann bei einer leichten Erkältung entspannen, verspannte Muskeln lockern und das Wohlbefinden verbessern. Es beseitigt jedoch keine Erkältungsviren und verkürzt die Erkrankung nicht zuverlässig. Bei Fieber oder Kreislaufproblemen kann ein heißes Bad sogar zusätzlich belasten.

Erkältungsbad: Wann es infrage kommt

Wer nur leicht verschnupft ist, sich kreislaufstabil fühlt und kein Fieber hat, kann kurz und angenehm warm baden. Das Wasser muss nicht besonders heiß sein. Danach gut abtrocknen, warm anziehen, trinken und Ruhe einplanen.

Wann Sie besser verzichten

  • bei Fieber, Schüttelfrost oder starker Schwäche,
  • bei deutlichen Kreislaufproblemen oder niedrigem Blutdruck,
  • bei Atemnot oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • wenn allein gebadet wird und Schwindel auftreten könnte.

Badezusätze sind nicht automatisch harmlos

Ätherische Öle können Haut und Atemwege reizen oder Allergien auslösen. Sie dürfen nicht unverdünnt ins Badewasser oder auf die Haut gegeben werden. Für Säuglinge und kleine Kinder sind manche ätherischen Öle ungeeignet. Auch bei Asthma, Schwangerschaft oder empfindlicher Haut sollte vor der Anwendung fachlicher Rat eingeholt werden.

Was bei Erkältung außerdem hilft

Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und bei Bedarf geeignete Schmerz- oder Fiebermittel können Beschwerden lindern. Antibiotika wirken nicht gegen Erkältungsviren. Bei Atemnot, Brustschmerz, Bewusstseinsstörung oder schneller Verschlechterung ist sofortige medizinische Hilfe nötig.

Weitere sichere Maßnahmen finden Sie unter Erkältung erkennen und Hausmittel bei Erkältung. Ein Erkältungsbad ist Wellness, keine Therapie.

Bei Fieber ist ein heißes Bad ungeeignet. Informieren Sie sich stattdessen, wann Wadenwickel richtig angewendet werden können und wann nicht.

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