Brombeermarmelade selbermachen / Brombeeren (Rubus fructicosus)

Im Spätsommer sind Brombeeren reif. Die dunklen Früchte schmecken frisch, im Dessert oder als selbst gemachte Marmelade. Hier findest du Wissenswertes zur Pflanze und ein einfaches Rezept.

Brombeeren erkennen und ernten

Brombeeren gehören zur Gattung Rubus und zur Familie der Rosengewächse. Die Sträucher wachsen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Man findet sie in Gärten, an Waldrändern und häufig auch an Böschungen.

Je nach Sorte beginnt die Ernte im Sommer und reicht bis in den Herbst. Reife Früchte sind dunkel, weich und lassen sich leicht lösen. Pflücke nur Beeren, die du eindeutig erkennst und die nicht direkt an stark befahrenen Straßen wachsen.

Deshalb sollten wild gesammelte Brombeeren sollten gründlich gewaschen werden. Sortiere beschädigte oder schimmelige Früchte aus. Verarbeite die Beeren möglichst bald, weil sie sehr druckempfindlich sind.

Brombeeren im Garten anbauen

Außerdem gibt es für den Garten gibt es Sorten mit und ohne Dornen. Ein stabiles Spalier hält lange Triebe in Form und erleichtert die Ernte. Wähle einen lockeren, nährstoffreichen Boden ohne Staunässe.

Gieße junge Pflanzen regelmäßig. Eine Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen. Nach der Ernte werden die abgetragenen Ruten bodennah entfernt. Die jungen Ruten bleiben stehen, denn sie tragen im folgenden Jahr.

Brombeermarmelade selber machen

Beachte beim Gelierzucker immer die Mengenangaben und die Kochzeit auf der Packung. Das Verhältnis kann je nach Produkt unterschiedlich sein.

Zutaten

  • 1 Kilogramm reife Brombeeren
  • 500 Gramm Gelierzucker 2:1
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

  1. Gläser und Deckel gründlich reinigen und heiß ausspülen.
  2. Brombeeren vorsichtig waschen, abtropfen lassen und schlechte Früchte aussortieren.
  3. Beeren in einen großen Topf geben und nach Wunsch pürieren.
  4. Gelierzucker und Zitronensaft einrühren.
  5. Die Masse unter ständigem Rühren aufkochen. Danach entsprechend der Packungsangabe sprudelnd kochen lassen.
  6. Eine Gelierprobe machen. Dazu etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach kurzer Zeit fest, ist sie fertig.
  7. Die heiße Marmelade sofort bis knapp unter den Rand in die vorbereiteten Gläser füllen und fest verschließen.

Anschließend beschriftest du die abgekühlten Gläser mit Inhalt und Datum. Lagere sie kühl, trocken und dunkel. Ein geöffnetes Glas gehört in den Kühlschrank. Bei Schimmel, ungewöhnlichem Geruch oder einem gewölbten Deckel wird der Inhalt entsorgt.

Feine Varianten

Vanille oder eine kleine Menge Zimt geben der Marmelade eine warme Note. Außerdem lassen sich Brombeeren gut mit Apfel, Birne oder Nektarine kombinieren. Auch hier muss die Gesamtmenge der Früchte zum verwendeten Gelierzucker passen.

Brombeergelee ohne Kerne

Für ein feines Gelee werden die Beeren zunächst mit wenig Wasser erhitzt. Anschließend läuft die weiche Fruchtmasse durch ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb. Presse die Masse nicht stark aus, damit der Saft möglichst klar bleibt.

Miss den gewonnenen Saft genau ab. Koche ihn danach mit der passenden Menge Gelierzucker nach Packungsangabe. Fülle auch das Gelee sofort heiß in saubere Gläser.

Mein Tipp

Bereite alle Gläser und Geräte vor, bevor die Früchte in den Topf kommen. Dann kannst du konzentriert arbeiten und die heiße Marmelade ohne Verzögerung abfüllen. So wird aus der Brombeerernte ein köstlicher Vorrat für die kommenden Monate.

Wer Früchte gern selbst sammelt und verarbeitet, findet hier eine weitere Idee: Hagebuttentee selber machen – Sammeln und Zubereitung.

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