Lippenherpes behandeln und eine Ansteckung vermeiden beginnt bereits beim ersten Kribbeln. Lippenherpes wird meist durch Herpes-simplex-Viren verursacht. Nach der ersten Ansteckung bleiben die Viren im Körper und können später erneut aktiv werden. Typisch sind Kribbeln, Brennen und gruppierte Bläschen am Lippenrand.
Lippenherpes: Früh reagieren und Hygiene beachten
Besonders ansteckend ist die Flüssigkeit in den Bläschen. Übertragung ist durch direkten Kontakt und gemeinsam benutzte Gegenstände möglich. Die Stelle möglichst nicht berühren und nach Kontakt gründlich die Hände waschen.
- nicht küssen, solange Bläschen oder offene Stellen bestehen,
- Gläser, Besteck, Handtücher und Lippenpflege nicht teilen,
- Kontakt zu Augen und Kontaktlinsen vermeiden,
- bei Kontakt mit Säuglingen besonders vorsichtig sein.
Behandlung früh beginnen
Antivirale Cremes können bei frühzeitiger Anwendung die Beschwerden etwas verkürzen. Pflaster schützen die Stelle und können Berührungen reduzieren. Die Bläschen sollten nicht aufgestochen werden. Starke reizende Hausmittel wie Alkohol, Zahnpasta oder unverdünnte ätherische Öle können die Haut schädigen.
Auslöser erkennen
Erneute Ausbrüche können unter anderem durch Infekte, starke Sonne, Stress oder Schlafmangel begünstigt werden. Lippenpflege mit UV-Schutz kann bei sonnenbedingten Rückfällen hilfreich sein. Eine vollständige Entfernung der Viren aus dem Körper ist nicht möglich.
Wann medizinischer Rat nötig ist
Eine ärztliche Untersuchung ist wichtig bei Beteiligung des Auges, sehr ausgedehnten oder ungewöhnlich schmerzhaften Veränderungen, hohem Fieber, häufigen Rückfällen oder geschwächtem Immunsystem. Bei Säuglingen kann eine Herpesinfektion schwer verlaufen; möglicher Kontakt sollte fachlich beurteilt werden.
Hautveränderungen können auch andere Ursachen haben. Bei Unsicherheit ist eine Diagnose besser als wiederholte Selbstbehandlung. Dieser Text ersetzt keine individuelle Beratung.
Besondere Vorsicht bei Säuglingen
Menschen mit aktivem Lippenherpes sollten Babys nicht küssen und vor jedem Kontakt sorgfältig die Hände waschen. Auch gemeinsam benutzte Gläser, Besteck, Handtücher oder Lippenpflege können Viren übertragen. Ausführliche Informationen bietet das Gesundheitsportal des Bundes.
Weitere Hinweise zur Hautpflege stehen im Beitrag Akne behandeln.
Kontakt mit den Augen vermeiden
Nach dem Auftragen einer Creme werden die Hände gewaschen. Kontaktlinsen und Augen sollten nicht mit ungewaschenen Fingern berührt werden. Beschwerden am Auge müssen ärztlich abgeklärt werden.
Zur Mundgesundheit gehört auch, anhaltende Beschwerden ernst zu nehmen. Lesen Sie ergänzend: Mundgeruch – Ursachen, hilfreiche Tipps und wann zum Zahnarzt.
